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Anwendungen für Vita

Titel: Anwendungen für Vita
Teil: Oneshot
Fandom: Final Fantasy XII
Hauptcharaktere/Pairing: Penelo/Vaan, Ashe
Word Count: 1.750
Entstehungsdatum: 3. November 2007
Genre: Schwer zu sagen. Nichts, eigentlich. Vielleicht ein bisschen Romantik?
Warnungen: Sexueller Inhalt (nicht mehr mild, nicht ganz explizit - siehe Rating!)
Rating: PG-16
Kritik: Ja
Inhaltsangabe: Noch etwas, das aus NaNo von vor ewigen Zeiten übrig geblieben ist. Eigentlich gab es davon ja zwei Teile, einen Balthier/Basch-Teil und das hier, aber das hier ist fertiger. Die Gruppe macht Halt an der Phon-Küste; Penelo und Vaan haben Spaß am Meer. Beim Experimentieren erkennen sie: Heilzauber können sehr angenehm sein~.
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Anwendungen für Vita


Fran hielt es nicht lange ungeschützt in der Sonne am Strand aus, sondern flüchtete sich bald in den Schatten der Zelte. So saßen Vaan, Penelo und Ashe zu dritt am sandigen Strand und sahen den Wellen zu, die noch immer unverdrossen an den Strand plätscherten.

„Das Meer ist auf jeden Fall anders als der Nebula-Fluss“, stellte Vaan fest, der sich damit beschäftigte, dem Sand zuzusehen, der durch seine Hände lief.
Penelo, die mit dem Zeigefinger ein Gesicht vor sich in den Sand malte, das bei jeder Welle wieder ein wenig verwischt wurde, nickte.
„Und keine Cockatrice“, fügte sie hinzu.

Ashe starrte aufs Wasser hinaus und schien die beiden kaum wahr zu nehmen. Wahrscheinlich dachte sie wieder über die Zukunft und dunkle Entscheidungen nach. Besser, wir stören sie nicht, entschied Penelo und senkte gleich ihre Stimme um einiges, als sie sich zu Vaan umdrehte.
„Vielleicht gibt es hier auch Muscheln.“
„Muscheln?“
„Ja, so wie im Nebula-Fluss“, sagte Penelo und lächelte bei der Erinnerung an die schillernden Muscheln und die hübschen Ketten, die einige Mädchen im Nebula-Dorf daraus gebastelt hatten.
„Hm“, machte Vaan und sah sich interessiert um. „Hier nicht. Aber dort drüben“, er deutete weiter in die östliche Hälfte des Lagers, „dort vielleicht.“

Vaan sprang auf und zog Penelo mit ihm hoch. Als er mit ihr im Schlepptau am Strand entlang rannte, lachten sie beide. Sie liefen zum Spaß ein wenig in die kleinen Wellen hinein; das Wasser spritzte unter ihren Füßen. Penelos hellblonde Zöpfe flogen wild hinter ihr her.
„Hast du eine gesehen?“, fragte sie aufgeregt, als er schließlich stehen blieb.
„Ich dachte, dass da irgendwo etwas glitzert…“, meinte er und stierte ins seichte Wasser.
Doch sie hatten den Grund aufgewühlt und der Sand im Wasser machte es jetzt kaum möglich, etwas zu sehen.

Auf einmal bekam er einen Schubs und landete zum dritten Mal an diesem Tag im Wasser.
„Penelo!“, rief er, als sie ihn nur unschuldig anlächelte. Schnell versuchte er aufzustehen, doch als er endlich auf den Beinen war, hatte sie längst lachend die Flucht ergriffen.
Er jagte Penelo über den gesamten Weg zurück, den sie eben erst hergelaufen waren. Etliche Kopfgeldjäger drehten sich nach ihnen um, grunzten sie an oder schüttelten die Köpfe.

Außer Atem hielt Penelo schließlich bei ihren Zelten an. Sie hob abwehrend die Hände, als er bei ihr ankam.
„Ich ergebe mich“, keuchte sie und kicherte.
„Solltest du auch besser“, murrte er und schüttelte sich. Ein feiner Regen aus Wassertröpfchen flog in alle Richtungen. Penelo drehte sich grinsend weg um dem zu entgehen, doch als sie sich zurückwandte, fiel ihr Blick auf Vaans Knie. Sie waren aufgekratzt und leicht blutig.
„Oh, du bist verletzt!“
„Was?“, fragte Vaan verwirrt, bevor er ihrem Blick folgte. „Ach so. Hab’ ich gar nicht bemerkt.“
„Ich, erm, tut mir leid, wenn das vorhin-…“, stotterte sie, ein wenig beschämt, „tut’s weh?“
Vaan schüttelte den Kopf.
„Echt, es ist nichts. Ich bin okay.“
Penelo wirkte wieder beruhigt, sagte aber trotzdem:
„Komm, wir setzen uns ins Zelt, dann kann ich dich heilen. In Ordnung?“
„Klar.“

„Weißt du, ich vermisse Rabanastre“, sagte sie leise, während sie ihren Stock suchte, der als Waffe selbst zwar wenig taugte, aber ihr bei der Magie half. „Glaubst du, dass wir bald wieder zuhause sind?“
„Na ja, das wird wohl noch eine Weile dauern, oder? Ich meine, zuerst müssen wir uns in Archadia einschleichen, zu diesem komischen Doktor und dann Vayne in den Hintern treten.“
Penelo grinste, als sie den Stock endlich in einer Ecke fand.
„Ashe schafft diesen Schnösel doch allemal.“
Vaan lachte.

Danach herrschte für einige Zeit Stille, als Penelo bewusst wurde, dass sie allein miteinander in einem Zelt im Halbdunklen saßen und Vaan vom Schwimmen noch nur seine recht nassen Shorts trug.
Ihre Wangen färbten sich rötlich. Schließlich murmelte sie den Vita-Zauber und die beiden sahen zu, wie sich Vaans Aufschürfungen schlossen.
„Weißt du, wenn man nicht schwer verletzt oder in Gefahr ist“, sagte Vaan und sah sie dabei nicht an, „dann ist das eigentlich ganz angenehm.“
Die Shorts klebten an seinem Körper und Penelo sah, wie er… erm. Sie versuchte, nicht hinzusehen.
„Oh. Also, ich-ich kann das noch mal machen, wenn du willst. Ist ja nicht so, als würde zu viel Vita schaden oder so.“
Das Schlaflager unter ihnen war bequem, trug aber nicht dazu bei, dass sich die Atmosphäre entspannte. Sie saßen einander gegenüber ohne sich anzusehen.

Vaan sah ziemlich verlegen aus, aber nicht wirklich ablehnend und sie war gleichzeitig fasziniert und irgendwie neugierig. Also setzte sie ihr Angebot in die Tat um, wiederholte den Zauber. Vaan schloss genießerisch die Augen und atmete hörbar aus. Es schien ihn zu entspannen, was gleich auch Penelo ruhiger machte. Er hatte sich zurückgelehnt und aufgestützt.
„Ich weiß nicht, ob das auch fürs, ähm, Wohlfühlen gedacht ist“, sagte Penelo zögernd. „Es hat keine Nebeneffekte, oder?“
„Hm?“, fragte Vaan. „Nein, ich glaube nicht.“ Penelo bemühte sich noch ein bisschen mehr, nicht zu seinen Shorts hinzusehen. „Aber es ist…“
„…-nicht schlecht?“
„Ja“, bestätigte er. Seine Stimme klang ein wenig atemloser als sonst. „Nicht schlecht. Ähm. Kannst du, kannst du-…“ Er beendete seinen Satz nicht, doch es war ziemlich klar, was er wollte.

Beim nächsten Mal machte er einen keuchenden Laut und schien ganz unwillkürlich die Hüfte zu bewegen. Penelos Wangen waren jetzt knallrot; im Zimmer roch es leicht nach Sex.
Sie zögerte, unentschlossen, doch dann fasste sie eine Entscheidung und berührte ihn durch den Stoff der Shorts hindurch. Er hatte die Augen fest geschlossen. Eigentlich war ihr das lieber so, als wenn er sie auch noch angesehen hätte. Probeweise fuhr sie mit der Hand auf und ab, lauschte seinem atemlosen Keuchen.

Penelo rutschte etwas näher an ihn heran und begann mit massierenden Bewegungen. Sie fragte sich, ob er die Shorts anlassen oder ausziehen würde, fühlte sich unsicher, doch es war nicht unangenehm, ihn zu berühren. Der Stoff spannte sich jetzt ziemlich. Sie wurde etwas selbstsicherer, zuminderst, was die Art und Weise anging, über die Wölbung zu streicheln. Vaan stöhnte verhalten auf.
Irgendwie traute sie sich nichts zu sagen; sie war sich nicht sicher ob diese Anspannung zwischen ihnen besser wäre als Kommentare. Nein, eigentlich war es ihr ganz recht, wenn er nichts sagte. Aber zu hören war er trotzdem. Wie war sie noch gleich in diese Situation gekommen? Sie konnte ihn unter ihren Fingerspitzen fühlen. Ihr fiel kaum auf, dass ihr Atem ebenfalls schon schnell ging, flacher ging.

Bei seinem zweiten Stöhnen, diesmal etwas lauter, spürte sie seinen Körper erbeben und Feuchtigkeit an ihren Fingern. Penelo rückte zurück; das erschien ihr irgendwie sicherer.
Als Vaan die Augen wieder öffnete, waren seine Wangen fast noch röter als ihre. Hilflos sah er sie an.
„Erm“, sagte sie. „Keine Nebenwirkungen, ja?“


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Später, als die Sonne langsam begann unterzugehen, saß Penelo allein an eine kleine Holzplattform, auf der eine Hüte im Wasser stand, gelehnt. Daneben befand sich der vertraute Anblick eines Chocobo-Gehege.
Sie stellte sich vor, wie schön es ausgesehen hätte, wenn die Sonne hinter dem Meer untergegangen und sich auf dem Wasser gespiegelt hätte, statt auf der westlichen Landseite über dem Salika-Wald.

Einige Wellen schimmerten trotzdem golden. Als Penelo sie beobachtete, dachte sie an Larsa, der junge Lord Larsa, der so viel erwachsener war, als sein Alter vermuten ließ. Ob sie in Archadia alle so erwachsen waren in seinem Alter? Oder lag das nur daran, dass er aus so einer hohen Schicht kam; Sohn des ehemaligen Herrschers und Vaynes Bruder,
Ihr behagte nicht, wie sie ihn zurückgelassen hatten in Bur-Omisace, sie hätten vielleicht-…
„Penelo?“, fragte eine Stimme. Als Penelo aufsah, stand Ashe vor ihr. „Darf ich mich zu dir setzten?“
„Natürlich“, antwortete sie schnell und rutschte ein Stück zur Seite, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre, aber als Geste gemeint war.

Es war merkwürdig so allein neben Ashe zu sitzen. Sie schien während den letzten Entwicklungen ihrer Reise oft ein wenig entrückt zu sein - mehr beschäftigt damit, über die Zukunft nachzudenken als über den Augenblick.
„Was sie wohl mit Larsa gemacht haben?“, fragte Penelo in das Schweigen hinein, nachdem sie einige Zeit darauf gewartet hatte, dass Ashe etwas sagte.
„Was schon?“, erwiderte Ashe. „Er ist wahrscheinlich wieder in Archadia. Mach dir keine Sorgen um ihn.“
„Wir werden ihn jetzt wohl nicht mehr treffen, oder?“
Ashe drehte ihr den Kopf zu. Sie sah irgendwie amüsiert aus.
„Höchstwahrscheinlich nicht. Aber wenn das hier überstanden ist, dann ergibt sich bestimmt wieder eine Gelegenheit, ihn zu sehen.“
„Wenn wir dann noch leben“, murmelte Penelo.
Darauf sagte Ashe nichts und Penelo biss sich reumütig auf die Lippe. Sie hatte die Stimmung nicht zerstören wollen oder Ashe Schuldgefühle machen.
„Tut mir leid“, sagte sie und legte den Kopf auf die Arme.
„Schon gut. Es stimmt ja“, antwortete Ashe. Dann fröstelte sie ein wenig; mit dem schwindenden Tageslicht wurde es merklich kühler. „Ich glaube, ich werde wieder hinein gehen.“
Penelo lächelte sie aufmunternd an.
„Ja, tu das.“
Sie stand auf und ging zu ihrem Bett zurück. Penelo fragte sich, wie lange sie wohl wachliegen würde, bevor sie einschlief und welche Alpträume sie plagen würden. Ashe hatte da so viel Material zur Auswahl, dass es Penelo gleich doppelt leid tat, dass ihr so ein Kommentar herausgerutscht war.

Vielleicht sollte sie jetzt auch bald zurückgehen. Es war schon fast ganz dunkel. Im Lager der Kopfgeldjäger jedoch ging das Leben erst so richtig in der Nacht los, weil den meisten fürs Geschäfte-Abhandeln einfach der Schutz der Dunkelheit lieber war. Da waren auch einige sehr zwielichtige Gestalten dabei und Penelo sah schnell weg, bevor einer auf sie aufmerksam wurde.
Wenn man das mal außer Acht ließ, war es eigentlich sehr friedlich und entspannend im Lager hier. Bei all den Kopfgeldjägern und den Fackeln glaubte sie auch nicht, dass sie hier in Gefahr wären von einem Monster angegriffen zu werden. Das Rauschen der kleinen Wellen machte sie richtig müde und sie stand auf, denn sie wollte eigentlich nicht dort bei den Kopfgeldjägern einschlafen, wo man ihr raues Gelächter noch ganz aus der Nähe hörte.

Der Sand verschluckte die Geräusche der Schritte, doch Penelo sah, als sie schon stand, eine Gestalt oder besser, die Silhouette einer Gestalt näher kommen – ein Mann, wie es schien. Das letzte Licht kam genau von hinten, so dass sie ihn nicht erkennen konnte.
„Hey, Penelo!“, rief die Gestalt und an der Stimme erkannte sie ihn jetzt. Es war Vaan.
„Hey“, begrüßte sie ihn mit leicht gesenktem Kopf, als er näher gekommen war.
„Hast du noch eine Muschel gefunden?“, fragte er und klang verlegen.

„Nein“, sagte sie. „Keine Muscheln.“ Dafür aber ein ganzer Haufen anderer Dinge.

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